Moorfrosch: Lurch des Jahres 2025 und Symbol für den Amphibienschutz - Beginn der Froschwandersaison!

Der Moorfrosch (Rana arvalis) wurde zum Lurch des Jahres 2025 gekürt und lenkt damit die Aufmerksamkeit auf eine der faszinierendsten Amphibienarten Europas. Mit seiner charakteristischen Blaufärbung während der Paarungszeit ist er nicht nur ein Naturschauspiel, sondern auch ein Symbol für die Schutzbedürftigkeit unserer Feuchtgebiete und Amphibienwanderstrecken.
Ein Meister der Anpassung
Der Moorfrosch ist ein echter Frühstarter. Schon im März, oft bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, erwacht er aus der Winterruhe und macht sich auf den Weg zu seinen Laichgewässern. Die Männchen verfärben sich dann (bei passendem Wetter) leuchtend blau – ein beeindruckender Anblick, der nicht nur Weibchen anlockt, sondern auch Amphibienliebhaber begeistert. Diese Anpassungsfähigkeit zeigt sich auch in seinem Lebensraum: Der Moorfrosch bevorzugt Feuchtwiesen, Moore und lichte Wälder mit temporären oder permanenten Gewässern. Doch genau diese Lebensräume sind zunehmend bedroht. Trockenlegung, intensivere Landwirtschaft und Zersiedelung machen ihm zu schaffen. Umso wichtiger ist es, für den Erhalt dieser Habitate einzutreten.
Amphibienschutz an Straßen: Gemeinsam Leben retten
Der Weg zu den Laichgewässern ist für viele Amphibien gefährlich. Straßen, die sie überqueren müssen, werden schnell zur Todesfalle. Doch es gibt Hoffnung: Mit engagierten Schutzmaßnahmen und der Unterstützung freiwilliger Helfer können unzählige Tiere gerettet werden.
Zaun-Kübel-Methode: Eine bewährte Lösung
Eine der effektivsten Maßnahmen ist die sogenannte Zaun-Kübel-Methode. Entlang von Straßen, die von Amphibienwanderungen betroffen sind, werden temporäre Schutzzäune errichtet. Diese leiten die Tiere in eingegrabene Kübel, aus denen sie täglich von freiwilligen Helfern sicher auf die andere Straßenseite gebracht werden. Diese Methode ist ein Vorbild für den Amphibienschutz und rettet jedes Jahr Tausende Tiere. Allein in Kärnten wurden 2024 mehr als 100.000 Amphibien auf diese Weise vor dem Straßentod bewahrt.
Mitmachen und helfen
Für den Erfolg solcher Projekte ist die Mithilfe vieler Freiwilliger unerlässlich. Ob beim Aufbau der Schutzzäune, bei der täglichen Betreuung oder beim Abtransport der Amphibien – jede helfende Hand ist willkommen. Interessierte können sich direkt bei der Arge NATURSCHUTZ melden.
Zudem bietet die Plattform Froschklaub-Börse eine Übersicht über Schutzstrecken in Ihrer Nähe, an denen Hilfe gebraucht wird. Schauen Sie vorbei und finden Sie heraus, wie Sie sich einbringen können!
Tipps zum Schutz von Amphibien
- Langsam fahren: In Bereichen mit Amphibienwanderungen sollte die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert werden.
- Nachtfahrten vermeiden: Besonders bei Regen und Dämmerung sind Amphibien aktiv.
- Lebensräume erhalten: Ungenutzte Feuchtwiesen und kleine Wasserstellen bieten wichtigen Lebensraum.
Der Moorfrosch steht stellvertretend für alle Amphibien, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Mit Projekten wie der Zaun-Kübel-Methode wird gezeigt, wie wirkungsvoll Schutzmaßnahmen sein können. Doch es braucht mehr Unterstützung. Werden Sie Teil dieses Engagements und helfen Sie mit, die Lebensräume unserer Amphibien zu bewahren – jede helfende Hand zählt!












