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25 Jahre Arge NATURSCHUTZ - Folge 2: Das Jahr 1993

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08.02.2018

Die "Aktion Rettet die Frösche" und das "Jahr der Orchideen" prägten das erste Jahr des neu gegründeten Naturschutzvereins. Weitere Schwerpunkte waren verschiedene Grundlagenerhebungen und umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit in Form von Ausstellungen und Medienbeiträgen.

Dank der Unterstützung von Obm. Wilhelm Wruß konnte im Frühjahr das kleine "Hexenhäuschen" auf der Kardinalschütt von Mag. Klaus Krainer und Dietmar Streitmaier bezogen werden. Die nötige Einrichtung wurde mit Hilfe der Vorstandsmitglieder zusammengetragen, so dass lediglich technische Geräte wie Computer und Drucker angekauft werden mussten.

Die Koordination der jährlichen Betreuung der Amphibienwanderstrecken stand im Mittelpunkt der Tätigkeiten, zusätzlich wurden einige neue Wanderstrecken in das Projekt aufgenommen und selbst fünf Wanderstrecken betreut.
Höhepunkt war die vor Beginn der Amphibien-Wandersaison gemeinsam mit der Abt. 20-Landesplanung und dem Straßenbauamt Villach in Villach veranstaltete Tagung "Amphibienschutz an Straßen". Dr. Thusnelda Rottenburg und DI Hermann Dohr begrüßten insgesamt 60 Teilnehmer aus ganz Österreich. Neben Vorträgen stand auch eine Exkursion am Programm, die zu mehreren Amphibienwanderstrecken im Raum Villach führte.

Seit 1991 werden von der Fachstelle Naturschutz des Landes Kärnten jährlich "Schwerpunktjahre" ausgerufen. Das Jahr 1993 stand ganz im Zeichen der Orchideen. Bestandteil der Schwerpunktjahre waren die Erstellung einer Broschüre, eines Plakats und einer Wander-Ausstellung. Die Print-Materialien wurden an alle Kärntner Schulen, Gemeinden, Behörden und zahlreichen Institutionen verteilt. Die Aufbereitung wurde fachlich vom Kärntner Orchideenspezialist Michael Perko begleitet.

Die offizielle Eröffnung der Wanderausstellung "Orchideen" fand am 4. Mai im Casineum Velden statt. Im Laufe der nächsten Monate wurde diese mehreren Schulen und sonstigen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.
Ein hot spot der Aktivitäten befand sich beim Gasthaus Kasbauer in Lavamünd, dem einzigen Standort Kärntens von Aceras anthropophorum. Der bereits verbuschte Standort wurde mühsam geschwendet und in weiterer Folge wieder beweidet.

Ein weiterer hotspot stellten die Fronwiesen in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental dar, welche uns auch in den folgenden 24 Jahren intensiv beschäftigen sollten. Diese größten zusammenhängenden Magerwiesen im Kärntner Talraum sind sehr orchdieenreich. Mit einigen Grundeigentümern konnten spezielle Bewirtschaftungsverträge abgeschlossen werden, damit diese Wiesen auch weiterhin extensiv bewirtschaftet werden.
Auf Initiative von DI Ortner (damaliger Leiter der Abt 10-Landwirtschaft) erfolgte eine gemeinsame Exkursion zwecks Begutachtung von Magerwiesen für eine mögliche Landwirtschaftsförderung.

Wissenschaftliche Untersuchungen wurden u. a. im Bereich der Ruine Rabenstein, im Flachwasserbiotop Neudenstein, in Metschach und an der Lavant durchgeführt. Erste Vogelberingungen führte unser Vorstandsmitglied Marlis Wiedner-Fian im LSG Maiernigg durch.

Die Möglichkeit, die Arge NATURSCHUTZ einem breiteren Publikum bekannt zu machen, wurde durch die Teilnahme an einigen Veranstaltungen genutzt, z. B. an der "Wasser-Messe" oder beim "Umweltfest" in Klagenfurt.

Gemäß der Ziele unseres Vereins begannen auch die Vorarbeiten für die Errichtung eines Naturschutzzentrums in Klagenfurt.

Ein wichtiges Anliegen des Vereins, praktische Naturschutzarbeit zu leisten, wurde in einer groß angelegten Gemeinschaftsaktion mit der Abt. 20-Landesplanung und zahlreichen Freiwilligen in der Marktgemeinde Eberndorf umgesetzt. Im Sablatnigmoor wurde eine bereits stark verbuschte und verwaldete Fläche geschwendet. Diese Aktion war derart erfolgreich, dass sie in den folgenden Jahren wiederholt wurde.

Aber auch mehrere kleinere Arbeitseinsätze standen auf dem Programm, so z. B. auf Initiative von Dr. Werner Petutschnig eine Schwendaktion in der Schottergrube Wunderstätten (Lavamünd) zum Schutz der Deutschen Tamariske oder am Trettnigkogel ebenfalls eine Schwendaktion zum Schutz der Türkenbundlilie.

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