Trockensteinmauern-Umsetzungen
Sanierung einer Trockenmauer in Radenthein
In Radenthein (Bezirk Spittal) wurde eine sanierungsbedürftige Trockenmauer im Rahmen eines Kooperationsprojektes von Stadtgemeinde und Arge NATURSCHUTZ abgetragen und neu errichtet. Der Aufbau erfolgte in traditioneller Bauweise mit einem großen Anteil an kleinen Steinen und ohne Mörtel. Die Finanzierung erfolgte über Naturschutzmittel des Landes Kärnten.
Bis Mitte der 1950er Jahre war die Landstraße in Radenthein eine wichtige Verbindungsstraße nach Bad Kleinkirchheim. Zu diesem Zweck war sie hangseitig größtenteils mit Stützmauern in Trockenbauweise gesichert. Der Zahn der Zeit setzte diesen Trockenmauern allerdings stark zu. Weite Bereiche der Straßenböschung zeigen aufgrund des witterungsbedingten Verfalls der Mauern und durch Eintrag von Erde in das Mauerwerk (Überrieselung) hauptsächlich Wiesenbewuchs.
Eine im östlichen Bereich der Straße noch sichtbare, aber auch durch Fröste, Witterung und Erdmaterialanreichung am Mauerfuß arg in Mitleidenschaft gezogene Trockenmauer wurde im Rahmen des Projektes erneuert. Dabei wurde die alte sanierungsbedürftige Stützmauer über eine Strecke von rund 40 m abgetragen und in der ursprünglichen Trockenbauweise neu errichtet. Ein "Info-Granat" gibt als interaktives Medium Auskunft über das ökologische Gefüge einer Trockenmauer.




