Große Moosjungfer - Umsetzungen
Im Jänner 2021 wurde in der Nähe eines Fundortes der Großen Moosjungfer im Bereich Lendspitz (Natura 2000- und Europaschutzgebiet "Lendspitz-Maiernigg") in Klagenfurt aus Mitteln der Abgabe für die Inanspruchnahme der Natur und in Koorperation mit dem E.C.O.-Institut für Ökologie ein Kleingewässser gebaggert. Ein weiteres folgte im Februar, und zwar im Bereich Maiernigg des selben Schutzgebietes.
Im Februar 2022 wurden mit Mitteln des Landes Kärnten zwei Gewässer im Bereich des Eibelhofmoores angelegt.
Ebenfalls im Februar 2022 wurden auch mit Mitteln des Landes Kärnten zwei Gewässer im Bereich des Raunachmooses angelegt. Diese Baggerarbeiten gestalteten sich äußerst herausfordernd und gefährlich, da der Untergrund nur aus einer knapp einen Meter dicken sehr weichen Vegetationsschicht (Wurzeln von Gräsern und wenigen Sträuchern) bestand. Darunter befand sich Wasser und Schlamm bis in einer Tiefe von mindestens 4 Metern.
Der Bagger musste auf eigens angefertigten mobilen Holzfloßen zufahren und während der ganzen Arbeiten stehen.
Im Februar 2023 wurden fünf weitere Gewässeranlagen im Bereich des Hörfeld-Moores angelegt, ebenfalls einem Bereich nahe eines Fundortes der Großen Moosjungfer.
Bei mehreren Monitoring-Durchgängen konnten erfreulicherweise spätestens zwei Jahre nach Teichbaggerung in allen Bereichen (Lendspitz, Maiernigg, Eibelhofmoor, Raunachmoos und Hörfeld-Moor) Exemplare der Großen Moosjungfer inklusive Paarungsverhalten nachgewiesen werden! Das ist ein außergewöhnlicher Erfolg und zeigt, dass es möglich ist, auch für die sehr seltene und anspruchsvolle Große Moosjungfer neuer Lebensraum geschaffen werden kann!
Mittelfristig sollen noch weitere Gewässer folgen, sodass die Große Moosjungfer weitere Möglichkeiten zur Fortpflanzung erhält und das Überleben dieser Art in Kärnten wahrscheinlicher wird.






