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Schütt-Umsetzungen

Die Arbeiten in den Jahren 2020-2022 konzentrierten sich vor allem auf die so genannte "Rauthwiese" (im Eigentum der ÖBF-AG), zwischen Oberschütt und der Wehranlage Schütt gelegen. Die orchideenreiche Magerwiese wurde bis vor wenigen Jahren von einem örtlichen Landwirt gemäht. Aufgrund der Vermurung im Jahr 2019 stellte der Landwirt jedoch die Bewirtschaftung ein. Infolge der Nutzungsaufgabe und der durch die Vermurung entstandenen Schuttrinnen war diese wertvolle Orchideenwiese der natürlichen Sukzession in Richtung Kiefern-Mischwald ausgesetzt. In einer Spontanaktion, initiiert von Ing. Klaus Kleinegger, konnte im Jahr 2020 in Kooperation mit dem Land Kärnten (Naturschutz) und den ÖBF-AG mit dem Schuttmaterial ein Damm errichtet werden. Zusätzlich wurde im Winter 2020/2021 auf Vorschlag des Vereins und mit Zustimmung der Bundesforste im östlichen Teil der Wiese eine aus forstwirtschaftlicher Sicht minderwertige Waldfläche im Ausmaß von ca. 2.500 m2 gerodet, gefräst und im April 2021 mit einer Spezialsaatgutmischung eingesät.
Auf der von Schutt befreiten Wiese breitete sich auch die Herbstzeitlose wieder aus. Aus diesem Grund wurde mit Mag. Mona Abl und Mag. Kerstin Hartlieb (Land Kärnten Naturschutz) eine Monitoringfläche eingerichtet, auf welcher verschiedene Methoden zur Bekämpfung der Herbstzeitlose angewendet werden.
Im Jahr 2022 wurde der Damm mit neu erodiertem Material erhöht. Die Wiesenfläche wird einmal jährlich gemäht und das Mähgut von der Fläche entfernt. Wegen des hohen Anteils an Herbstzeitlose ist das Schnittgut leider nicht als Futter verwertbar und muss entsorgt werden.

Bild Vermurung auf der Rauthwiese
Vermurung auf der Rauthwiese
Bild Damm, der mit dem Material der Vermurung auf der Rauthwiese hergestellt wurde, und weitere Vermurungen verhindern soll.
Damm, der mit dem Material der Vermurung auf der Rauthwiese hergestellt wurde, und weitere Vermurungen verhindern soll.

Auf Initiative von Ing. Klaus Kleinegger (AKL, Abt 8) wurde die Arge NATURSCHUTZ 2016 ersucht, die Organisation und Koordinierung von speziellen Pflegemaßnahmen in Villach zu übernehmen. In Abstimmung mit Mag. Klaus Kugi (Obmann des Naturschutzbundes Kärnten) und einigen Grundeigentümern wurde vereinbart, ein bereits verbuschtes und stark von Schilf durchwachsenes Niedermoor, welches sich unmittelbar nördlich des Feuerwehrhauses Oberschütt bis zur berühmten Gladiolenwiese erstreckt, zu fräsen, um diese Fläche einerseits vor der Verwaldung zu bewahren und andererseits die Möglichkeit des Mähens zu wahren. Mit der Durchführung der Fräsarbeiten wurde die Firma RoKo-Transport Ges.m.b.H beauftragt, mit welcher die Arge NATURSCHUTZ bereits seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit betreibt. In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr 2016 konnte ein schmales Zeitfenster genutzt und noch bei optimalen Bedingungen und gefrorenem Boden die Fräsarbeiten durchgeführt werden. Im Sommer 2018 soll die Fläche wieder gemäht werden.

Bild Fräsen eines verbuschten Niedermoores
Fräsen eines verbuschten Niedermoores

Am 7. Juli 2015 fand auf der Weinitzen bei Oberschütt erstmalig eine Unterstützungs-Pflegeaktion für einen Landwirt statt. Die Weinitzen zählt zu einem der Hot spots im Europaschutzgebiet Schütt-Dobratsch. Ein Teil der Wiesen wurde bereits vor 20 Jahren von der Arge NATURSCHUTZ von der Österreichischen Bundesforste AG gepachtet. Diese Flächen und angrenzende Wiesen werden von einem örtlichen Landwirt, der um Unterstützung gebeten hat, bewirtschaftet. Diese Unterstützung wird im Rahmen der Rupf & Zupf-Aktion in den nächsten Jahren fortgesetzt.

Bild Heuernte in der Weinitzen
Heuernte in der Weinitzen

Seit 2014 werden nach den Schutzmaßnahmen im Eggerloch (Vergitterung des Eingangsbereichs) von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich in Kooperation mit der Arge NATURSCHUTZ Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, welche Auswirkungen die Vergitterung auf das Verhalten der Fledermäuse hat. Die ersten Ergebnisse haben dazu geführt, dass an der Vergitterung Verbesserungen gemacht werden mussten, weil einige Fledermausarten wegen der zu engen Gitterstäbe Schwierigkeiten hatten, das Gitter zu durchfliegen. Die Untersuchungen werden 2016 abgeschlossen.

 

Bild Vergittertes Eggerloch
Vergittertes Eggerloch

In der Weinitzen bei Oberschütt konnte mit tatkräftiger Unterstützung von Mitarbeitern der BKS Bank AG anlässlich des "Verantwortung zeigen – Engagementtages 2012" wertvolle Magerwiesenflächen gerettet werden. Acht Mitarbeiter rückten mit Motorsäge und Astschere den Schlehen und Fichten und anderen Gehölzen auf dem bereits stark verbuschten und verbrachten Südwesthang "zu Leibe".

Am Fuße des Eggerlochs bei Warmbad Villach wurde 2011 auf Initiative des Grundeigentümers eine fast 1 ha große Fichtenaufforstung gerodet und in eine artenreiche Blumenwiese umgewandelt.

Auf dem ca. 4 ha großen Vereinsgrundstück in der Anitzen wurde ein ca. 0,4 ha großer Teich gebaggert (mehr Info und Bilder hier) sowie 20 Kopfweiden-Setzlinge gepflanzt.

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Im Bereich der Wehranlage Schütt sind mit Einverständnis der KELAG als Grundeigentümer zwei bestehende Tümpel saniert worden, um der drohenden Verlandung entgegenzuwirken.
Bei der im Sommer 2012 durchgeführten Evaluierung bezüglich des Vorkommens der in Kärnten vom Aussterben bedrohten und Europa weit geschützten Libellenart Große Moosjungfer, konnten einige Individuen nachgewiesen werden.

Bild Einer der Tümpel vor ...
Einer der Tümpel vor ...
Bild ... und nach der Sanierung.
... und nach der Sanierung.
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