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Grundstücke

Neben den zahlreichen öffentlichkeitswirksamen und umsetzungsorientierten Tätigkeiten zählt auch die Sicherung von gefährdeten Lebensräumen durch Ankauf, Pacht oder sonstige Maßnahmen zum Aufgabenbereich des Vereines. Die Finanzierung wird hauptsächlich durch Bereitstellung der entsprechenden Mittel aus dem Budget des Naturschutzes des Landes Kärnten gewährleistet, in manchen Fällen auch durch Sponsoring, öfters sind es behördlich vorgeschriebene Ersatzflächen.

Im Falle einer Auflösung des Vereines steht das Eigentum dem Land Kärnten im Rahmen des Vereinszweckes zu.

Eine Liste der Grundstücke, welche sich im Besitz der Arge NATURSCHUTZ befinden, können Sie als pdf-Datei herunterladen.

Auflistung der Grundstücke (pdf-Datei) (24 kB)

Hainsche-Moor

Am 11. Oktober 2007 wurde der Kaufvertrag über ein 3740 m2 großes Hangmoor in der Gemeinde Köttmannsdorf unterzeichnet. Auf dem als "Hainsche-Moor" bezeichnete Grundstück plante die ortsansässige Wassergenossenschaft die Aufschließung der Quellen zur Errichtung einer örtlichen Trinkwasseranlage. Das Grundstück wurde auch als Natura 2000-Gebiet nominiert.

Das Hangmoor, welches von mehreren kleineren Kalktuff-Rinnsaale durchströmt wird, setzt sich aus einem mosaikartigen Komplex aus der Gesellschaft der Rostroten Kopfbinse und Pfeifengraswiese zusammen. Im Randbereich breiten sich bereits Gehölze (Rot-Kiefer, Eschen, Faulbaum, Weiden) aus. Infolge möglicher fehlender extensiver landwirtschaftlicher Nutzung bzw. durch erhöhten Nährstoffeintrag breitet sich zunehmend Schilf aus.
An Besonderheiten wurden vorerst zwei Schneckenarten aus der Familie der Laubschnecken nachgewiesen. Die Kartäuserschnecke (Monacha cartusiana) ist in Kärnten stark gefährdet und bevorzugt trockene Standorte, während die Gemeine Haarschnecke (Trochulus hispidus) vorwiegend feuchte Lebensräume besiedelt. Bemerkenswert ist auch der Nachweis des Großen Flohkrautes (Pulicaria dysenterica), welches in Kärnten als "Gefährdet" eingestuft wird.

In den kommenden Wintermonaten werden die notwendigen Pflegemaßnahmen (Schwenden der Gehölze) und Entfernen des Schilfes durchgeführt. Mit einem angrenzenden Grundeigentümer wurden Verhandlungen für den Ankauf weiterer Kalk-Quellmoorflächen und eines Mischwaldes geführt, die demnächst abgeschlossen werden sollen.

Bild Tuff im Hainsche Moor
Tuff im Hainsche Moor

Kapellerteich

Von der Verwaldung stark betroffen war die Lehmsteilwand beim Kapellerteich (Gemeinde Lendorf bei Spittal an der Drau). Vor vielen Jahren brütete in dieser Steilwand der Eisvogel. Nachdem jahrelang verabsäumt war, die aufkommenden Gehölze zu schwenden, konnten die Robinien und Weiden ungehindert wachsen und verdeckten dadurch die Lehmsteilwand.
Um die Lehmwand wieder freizustellen wurde zu einer radikaleren Maßnahme gegriffen: Der gesamte Gehölzbestand wurde geschlägert, die Wurzeln entfernt und die Anschüttung vor der Lehmsteilwand um 1 bis 1,5m abgegraben. Der Hang wird künftig zweimal jährlich gemäht. Sämtliche Maßnahmen wurden über das Kulturlandschaftsprojekt Kärnten finanziert.

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Tallacher Feld

Nach mehreren Eigeninitiativen konnte dieses Jahr ein Landwirt gefunden werden, der die Magerwiese in das Landwirtschaftsförderprogramm ÖPUL aufnimmt und damit eine regelmäßige Mahd gewährleistet. Die Wiese wird bis zum Ende der Programmperiode (2013) zweimal jährlich gemäht und das Mähgut von der Fläche entfernt. Eine Düngung der Fläche ist nicht erlaubt.

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Gailtalzubringer

Mittlerweile konnte mit zwei örtlichen Landwirten eine Vereinbarung zur Weiterführung der extensiven Bewirtschaftung einer größeren artenreichen Blumenwiese abgeschlossen werden. Zwei verbrachte Feuchtwiesen mit Wasser-Schwertlilien konnten geschlegelt werden. In den kommenden Wintermonaten werden Schwendmaßnahmen durchgeführt.

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