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Diplom-/Bakk.- & Seminararbeiten

Die Arge NATURSCHUTZ bietet interessierten StudentInnen auch eine fachliche Betreuung von Diplom-, Bakkelaureats- und Seminararbeiten an. Dabei wird der Schwerpunkt vor allem auf praxisorientierte Naturschutzthemen gelegt, die möglicherweise als Grundlage für die weitere berufliche Karriere dienen, wie folgende Beispiele zeigen:

Christoph Gitschthaler

(Maria Elend, Umweltsystemwissenschaften an der Universität Graz)

Christoph Gitschthaler behandelte im Rahmen seiner Bakkalaureatsarbeit das Thema "Natura 2000-Gebiet Fronwiesen – Geografische Hintergründe und Vergleich mit ähnlichen Ökosystemen". Am Beispiel des Lebensraumtyps Orchideenreiche Magerwiesen wurde das Vorkommen auf den Fronwiesen mit vergleichbaren Vegetationstypen in insgesamt 48 anderen Natura 2000 Gebieten Österreichs verglichen. Zusätzlich wurden auch die in Kärnten vorkommenden Gebiete aufgesucht, um anhand der ausgewählten Parameter auch einen Eindruck dieses Lebensraumtyps vor Ort zu bekommen.

Bettina Jamnig

(Salchendorf, Landschaftsarchitektur an der BOKU Wien)

Im Mittelpunkt der Bakkalaureatsarbeit stand die historische Entwicklung der Nutzung von Kopweiden in Mittelkärnten. Neben Literaturrecherche und der Kartierung von Beständen im Görtschitztal wurden auch Möglichkeiten für Neupflanzungen, Nutzungen und Entwicklugnen aufgezeigt. Dabei stand vor allem der Einsatz von Weiden im ingenieurbiologischen Bereich im Vordergrund, wobei hier die Ansprüche an die Arten und die verwendeten Arten im Vordergrund stand. Mit dieser Arbeit wurde ein wichtiger Aspekt im Kopfweidenmanagement bearbeitet, der für künftige Maßnahmen eine umfassende Grundlage bildet.

Veronika Neuhold

(St. Lorenzen/Gitschtal, Umweltsystemwissenschaften an der Universität Graz)

Veronika Neuhold beschäftigte sich mit den Naturdenkmalen des Gitschtales und der Stadtgemeinde Hermagor. Im ersten Teil wurde untersucht, wie weit die aktuellen Regelungen laut Kärntner Naturschutzgesetz 2002 mit den historischen Gesetzen (Reichsnaturschutzgesetz, Kärntner Naturschutzgesetz 1952) übereinstimmen. Besondere Beachtung fand dabei der Vergleich der Parameter, die zur Bestimmung eines Naturdenkmals herangezogen wurden.

Im zweiten Teil wurde der Zustand der Naturdenkmale von heute mit dem zur Zeit der Unterschutz-Stellung verglichen und im Hinblick darauf überprüft, ob der aktuelle Zustand noch Naturdenkmal-würdig ist.

Barbara Sturm

(Reichenfels, Zoologie an der Universität Graz)

Nachdem über die Libellenfauna des Lavanttales noch sehr wenig bekannt war und Kartierungen in bestimmten Gebieten gänzlich fehlten, hat Barbara Sturm im Rahmen ihrer Diplomarbeit zwei Sommer lang umfangreiche Freilanderhebungen an insgesamt 34 stehenden und fließenden Gewässern durchgeführt und insgesamt 31 Libellenarten nachgeweisen, darunter auch einge besonders gefährdete Arten. Mit dieser Diplomarbeit konnte eine Lücke über das Libellenvorkommen in Kärnten geschlossen werden.

Kathrin Hartenberger

(Viktring, Botanik an der Universität Graz)

Die überaus intensiven Vorarbeiten zum Vorkommen von Cladium mariscus (Schneidried) in Kärnten, welche u.a. von unserem Vorstandsmitglied Dr. Wilfried Franz unterstützt wurden, wurden dazu genutzt, um an ausgewählten Standorten pflanzensoziologische Untersuchungen durchzuführen. Die Arbeit bildete die Grundlage für die Diplomarbeit, welche derzeit abgeschlossen wird.

Matthias Burtscher

(Eberndorf, Zoologie an der Universität Graz)

Während der Ferialtätigkeit am Sablatnigmoor entdeckte Matthias Burtscher das Interesse an den Libellen. Diese Tiergruppe intensiver zu erforschen bildet die Grundlage seiner Diplomarbeit. Das Arbeitsgebiet liegt in den Gemeinden Eberndorf und Sittersdorf. An ausgewählten Fließgewässern wurden sämtliche Libellenarten quantitativ erhoben, um Zusammenhänge zwischen Ufer/Sohldynamik und den beobachteten Libellenarten herzustellen. Die Arbeit wird derzeit abgeschlossen.

Bild Matthias Burtscher bei der Arbeit
Matthias Burtscher bei der Arbeit

Johanna Herzog

(Völkermarkt, Zoologie an der Universität Graz)

Die Studentin hat sich für eine besondere Tierart als Thema ihrer Diplomarbeit entschieden. Sie möchte dem vielfach als "Poltergeist" oder "Kobold der Nacht" bezeichneten Siebenschläfer auf die Schliche kommen. Im Vordergrund der Arbeit steht die Wanderbewegung dieses possierlichen Tieres. Dabei soll festgestellt werden, über welche Korridore der Siebenschläfer Gebäude besiedelt.

Hubert Petschar

(Villach, Biologie an der Universität Graz)

Die Möglichkeit einer Ferialtätigkeit diesen Sommer wurde genutzt, um das Thema als Bakk-Arbeit auszubauen. Schwerpunkt der Arbeit bildet die Kartierung von Neophyten (pflanzlichen Neubürgern) in einem Stadtteil von Villach. Hauptaugenmerk wurde auf das Vorkommen von Kanadischer Goldrute, Japanischem Knöterich, Großblütigem Springkraut und Robinie gelegt.

Karin Staudacher

(Nötsch/Gailtal; Biologie Universität Innsbruck)

Aufbauend auf ihre Ferialtätigkeit hat Karin Staudacher das Thema zu einer Diplomarbeit mit dem Thema Limnologische Untersuchungen ausgewählter Quellzönosen im Natura 2000-Gebiet "Schütt-Graschelitzen" ausgebaut. Im Frühjahr 2004 wurden an ausgewählten Quellfluren in der Bergsturzlandschaft Schütt Gewässerproben genommen und über die Sommermonate auf chemikalische und biologische Parameter untersucht. Die Arbeit wurde im November 2005 abgeschlossen.

Elisabeth Schober

(Graz, Biologie Universität Graz)

Diplomarbeit über Jagdhabitatnutzung und nächtliche Aktivitätsmuster von Kleinen Hufeisennasen (Rhinolophus hipposideros) in zwei unterschiedlichen Lebensräumen in Kärnten. Seit 1999 werden im Rahmen des Artenschutzprojektes Fledermäuse einzelne Arten detailliert untersucht. Dabei handelt es sich vor allem um Monitoring von Wochenstuben sowie Winterquartieren. Nachdem Elisabeth Schober im Sommer 2003 gemeinsam mit Kerstin Frühstück im St. Veiter Raum auf der Suche nach neuen Fledermausquartieren "Blut geleckt" hat, wählte sie diese Tiergruppe auch für ein Diplomarbeitsthema. Im Sommer 2004 untersuchte sie unter fachlicher Betreuung von Dr. Guido Reiter und Ulrich Hüttmeir das Verhalten der Kleinen Hufeisennase in zwei Wochenstuben in Kärnten.

Bild Elisabeth Schober und Ulrich Hüttmeir bei Untersuchungen an der Kleinen Hufeisennase
Elisabeth Schober und Ulrich Hüttmeir bei Untersuchungen an der Kleinen Hufeisennase

Kerstin Frühstück

(St. Veit/Glan; Biologie Universität Graz)

Diplomarbeit über die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros). Gemeinsam mit Elisabeth Schober hat Kerstin Frühstück im Sommer 2003 im St. Veiter Raum neue Fledermausquartiere gesucht und dabei "Blut geleckt". Diese Tiergruppe hat sie so fasziniert, dass sie als Diplomarbeit eine spezielle Fragestellung über die Quartier- und Populationsökologie der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) in ausgewählten Wochenstuben Kärntens und Salzburg über die Sommermonate 2004 untersuchte.

Katrin Wuchter

(D-Nürtingen; Hochschule Nürtingen-Geislingen)

Basierend auf einen Praktikumsbericht von Sylvia Petschnig hat Katrin Wuchter im Rahmen ihrer Diplomarbeit das Thema "Vorbereitung zur Schutzgebietsausweisung der Tscheppaschlucht in Kärnten unter Berücksichtigung von Natur und Erholung" bearbeitet. Neben der Darstellung der Lage, des Bestandes und der aktuellen Nutzung mit Schwerpunkt Tourismus und Erholung der Tscheppaschlucht wurden auch Schutzwürdigkeit, Schutzstatus und Schutzinhalte sowie Maßnahmen in Hinblick auf Tourismus, Forstwirtschaft und Verkehr bearbeitet.

Bild Katrin Wuchter
Katrin Wuchter
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