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Apis mellifera carnica Promo BID

Im Rahmen der Förderprogrammperiode "Europäische Territoriale Zusammenarbeit Österreich-Slowenien 2007-2013" ist die Arge NATURSCHUTZ Projektpartner des Projekts
Apis mellifera carnica als Bioindikator und Promotor der Biodiversität - AMC Promo BID

Mit diesem Projekt untersuchen 10 Partner in Kärnten und Slowenien den Einfluss der invasiven Neophyten auf einzelne Habitattypen, deren Biodiversität und auf die Apis mellifera carnica (Carnica-Biene). Naturschutzorganisationen, Behörden, die Universität Ljubljana sowie Imker und Bienenzuchtverbände ziehen an einem Strang, um sich dieser Problematik gemeinsam anzunehmen.

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Neophyten versus Biodiversität?

Unsere Fauna und Flora entwickelte sich über sehr lange Zeiträume. Gebirgszüge, Ozeane, Meere und andere Erschwernisse sind natürliche Barrieren, die das Ausbreiten von Arten einschränkt. Dadurch entwickelten sich Tier- und Pflanzengemeinschaften autochthon und vielfältig.

Die steigende Mobilität der Menschen verursacht, dass sich Arten zufällig oder gewollt in Gegenden ansiedeln, in denen sie eigentlich nicht ansässig sind. In vielen Fällen passen sich diese nichtheimischen Arten nur schlecht an ihr neues Lebensumfeld an und sterben rasch aus. Andere überleben jedoch, vermehren und etablieren sich. Diese Neuankömmlinge sind mitunter so anpassungsfähig, dass sie nicht länger als biologisches "Kuriosum", sondern vielmehr als eine echte Bedrohung angesehen werden. Sie schaden dem Ökosystem, den Nutzpflanzen und Nutztieren, der örtlichen Ökologie, oft auch der menschlichen Gesundheit und der Wirtschaft. Nichtheimische Arten mit derart negativen Auswirkungen sind als "Invasive Neophyten" bekannt.

Bild Drüsiges Springkraut
Drüsiges Springkraut

Im grenzüberschreitenden Projektgebiet verbreiten sich die Neophyten verstärkt auch in Natura 2000- und anderen schützenswerten Gebieten. Besonders aggressiv unter den sich explosionsartig ausbreitenden Neophyten sind der Japanische Staudenknöterich, der Riesenbärenklau und das Drüsige Springkraut.

Die Unkenntnis der Öffentlichkeit mit der Problematik der Neophyten und der unsachgemäße Umgang mit ihnen tragen zu ihrer Ausbreitung wesentlich bei. Dem soll dieses Projekt mit unterschiedlichen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen entgegenwirken und Rechnung tragen.

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Carnica-Biene als Biomonitor

Einige Neophyten werden und wurden von Imkern als Bienenfutterpflanzen eingesetzt. Sie blühen im Spätsommer und bieten den Bienen eine weitere Futtergrundlage, oft als Ersatz für die einstigen extensiven Wiesen und Buchweizenacker. Für eine erfolgreiche Überwinterung der Bienen ist aber vielfältiges und qualitativ hochwertiges Futter aus Nektar und Blütenpollen unumgänglich. Die meisten invasiven Neophyten bieten zwar eine gute Futterbasis, verringern aber die Vielfalt in der Ernährung der Bienen, was zur Verringerung der Vitalität führen kann.

Die Bienenzüchter und Imker im Projekt haben den Bedarf einer ganzheitlichen Sorgfalt für den Schutz der Natur erkannt und wollen mit ihren Aktivitäten zur allgemeinen Erhaltung der Biodiversität beitragen. Um die Neophyten und deren Einfluss auf die biologische Vielfalt zu untersuchen, wird mit Hilfe der Carnica-Biene ein Biodiversitätsmonitoring durchgeführt.

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Köpfen, ausreißen, beschatten, ersetzen …?

Im Zuge des Projekts soll außerdem festgestellt werden, welche Art der Bekämpfung der invasiven Neophyten für die einzelnen Gebiete am effektivsten ist. Europaweit fehlt es vor allem an praktischen Erfahrungen auf diesem Gebiet. Bei der Bekämpfung der Neophyten werden häufig Pestizide eingesetzt, die sich auf Pflanzen, verschiedene Säugetiere und Insekten auswirken.

In Abstimmung mit den Imkern werden in ausgewählten Pilotgebieten Bekämpfungsmaßnahmen und Ersatzbepflanzungen unterschiedlichster Art durchgeführt und innerhalb der Projektlaufzeit auf Nachhaltigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft.

Bild Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs
Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs
Bild Ausgerissener Japanischer Staudenknöterich
Ausgerissener Japanischer Staudenknöterich
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